Zwei neue Wildblumenwiesen im Stellwerk 60

Nachdem auf der Reservefläche schon seit zwei Jahren eine Fläche für die Natur reserviert ist und sich dort wilde Pflanzen und Tiere wohlfühlen können, werden in diesem Jahr zwei weitere Flächen in sogenannte Wildblumenwiesen umgewandelt. Hierzu wurden mit der Stadt Köln sogenannte Grünpatenschaften vereinbart. Da die Rasenflächen nicht mehr regelmäßig mit dem Rasenmäher gemäht werden, können hier Wildblumen besser gedeihen. So entstehen Lebensräume für Käfer, Grashüpfer und Wildbienen.

Um den Wildblumen auf die Sprünge zu helfen, wird Rasen teilweise abgestochen und spezielles Saatgut aufgetragen. Die Erde ist sehr lehmig und verdichtet. Zurzeit wachsen dort nur Gräser, etwas Weißklee und Löwenzahn, ganz wenig Hahnenfuß und Breiter Wegerich. Vor ein paar Wochen wurde Huflattich eingepflanzt. Dieser blüht bereits und wurde auch schon abgepflückt. Da die Wiese im Eingangsbereich der Kindertagesstätte liegt, machen dort die ganz Kleinen ihre Entdeckungen. Viele Menschen, die vorbei kamen, waren positiv beeindruckt. Zur Information wurde die Broschüre "Ganz Köln schützt Wildbienen" und ein leeres Saatguttütchen "Pflanzt Futter für Wildbienen" laminiert und aufgestellt.

Mit viel Spannung wird die weitere Entwicklung erwartet. Im Juni werden dann die Flächen mit der Sense gemäht. Hierfür hat sich ein Team aus der Urban Garden Gruppe bereit erklärt. Auf der Wildblumenwiese neben dem Parkhaus zirpten im letzten Sommer schon viele Grashüpfer. Diese natürlichen Klänge erlebt man im Köln nur an wenigen Stellen.